Ein Booster für die Biodiversität: Rhino Forest Fund legt See im Projektgebiet an

Seen und Flüsse sind wahre Hotspots der Biodiversität und entscheidend, um die Artenvielfalt bedrohter Vögel, Amphibien und Fische zu erhalten. Palmölplantagen haben in Sabah, Borneo die meisten Süßwasserflächen bereits verdrängt und bedrohte Vogelarten finden immer weniger passenden Lebensraum.

Deshalb hat der Rhino Forest Fund in Sabah nun einen See angelegt – eine Oase der Biodiversität inmitten von Palmölplantagen. Der See ist Teil unserer Strategie, Inseln der Biodiversität zu schaffen und zu verbinden.

Luftaufnahme des neuen Sees

Der See befindet sich in unserem Projektgebiet am Tabin River, das die Naturschutzgebiete Tabin und Kulamba verbindet. Er soll Elefanten als Wasserstelle dienen, sowie Lebensraum für bedrohte Vogelarten, wie dem Höckerstorch und dem Sunda-Marabu bieten.

Der See ist bis zu zwei Meter tief, mit sanften Hängen und einem flachen Randbereich. In den kommenden Wochen wird der Monsun ihn füllen und die Wasserfläche auf ca. einen Hektar (10.000 Quadratmeter) erweitern.

Um den See haben wir einen Ringwall angelegt, um Eutrophierung vorzubeugen, sowie einen Ringgraben, um Menschen das Betreten der Ufer zu erschweren. Zudem gibt es zwei Kanäle, die bei Hochwasser den See mit dem Fluss verbinden. So erleichtern wir den Austausch zwischen beiden Ökosystemen und die Besiedelung des Sees.

Wir werden das Gelände weiter mit Bäumen anreichern, wollen aber etwa 1 ha Wiesen erhalten.

Im See gibt es bereits Fische. In den Pfützen um den See wimmelt es nur so von Kaulquappen. Die Ufer sind voller Vögel.

Schildkröte
Schildkröte im Projektgebiet

Vor wenigen Wochen war die ganze Fläche noch eine „Wüste“ aus Mukuna-Unkraut. Gerne würden wir die Reaktion der Elefanten sehen, wenn sie das nächste Mal wieder kommen. Plötzlich ist da ein See mit 2 ha frischem Grassland!